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christoph schirmer | Y-xit strategy, 2013|sesselliftsessel, liftstütze, verschiedene materialien, ca. 11 x 3 x 3 m

Die Aussenskulptur Y–Xit Strategy ist ein Gesamtprojekt aus einer ehemaligen stütze des verditzer sessellifts und mehreren Liftsesseln und hydranten an unterschiedlichen orten. In anlehnung an diverse assoziationesmöglichkeiten der ihrer unsprünglichen aufgabe enthobenen liftstütze (als totem, als monolithische urform), wird die stütze einerseits inhaltlich aufgeladen, andererseits erhält sie durch die ausgestaltung bestehender elemente (X-förmiger metallaufbau, y-förmige led-beleuchtung) eine rein formale, künstlerische komponente.
Die drei in den Boden verschwindenden Liftsessel (Eingang) beziehen sich auf die Fortführung des Objektes an anderen Orten (Ausgang), an dem die gleichen liftsessel wieder zu Tage treten. hierbei ist ein bezug auf stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ zu erwähnen, nämlich der des „monolithen“ und die hintereinander in den Boden gefluchteten Sessel als Paraphrase auf die „Gruppe“ - und der damit verbundenen Überlegung: Gibt es einen Ausgang, bzw. wo befindet er sich?

es gibt mehrere „Ausgänge" zur Fortführung und Adaption der „Einstiegs-Ausstiegsidee“: einerseits die liftsessel, die vor der art-lodge wieder zum vorschein kommen, andererseits kragt ein weiterer "Ausgang" im oberen teil der skulpturenalm gleichsam aus dem Berg heraus. so schliesst sich der gedankliche kreis des liftes als ein „in sich geschlossenes System“ mit Einstiegs-, und Ausstiegs-möglichkeit am jeweiligen Ort. gleichzeitig lässt sich die idee von ein- und ausstieg als „Teleporter“ deuten, also als Transport von einem Ort zu einem anderen, ohne dass das Objekt dabei physisch den dazwischen liegenden Raum durchquert. Mit bezug auf den film „die matrix“ (Zitat das Orakel: „Everything that has a beginning, has an end.“) erscheint schliesslich der hydrant als sinnbildliches Objekt, das stellvertretend für das im film immer wieder auftauchende telefon wahrgenommen werden kann.

Die werke von Christoph Schirmer (*1979, lebt in wien) sind ein Cross Over zwischen Malerei, Assemblagen, Wand- bzw. Raumobjekten mit aktuellen neuen Medien (Sound-, Video-& Lichtinstallationen), die man im „erweiterten malerischen Raum“ verorten kann. seine arbeiten werden national und international gezeigt und befinden sich in diversen sammlungen, z.b. CB–Collection, Tokio/JP; F.R. Weisman Collection, Los Angeles/USA; Siemens Collection, Wien/A; Sammlung bm:ukk, Museum Angerlehner.