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terese kasalicky | Quaste | Stahlkonstruktion, 2.200 m Polyamidseil, gefärbt mit Säurefarben | ca. 500 x 150 cm | 2017

Terese Kasalicky, 1988 in Klagenfurt geboren, studierte Slawistik und Politikwissenschaft an der Universität Wien und danach an der Akademie der Bildenden Künste Wien.
Ihre komplexen Werkgruppen haben ihren Ursprung meist in der Zeichnung. Beeinflusst von der Ornamentik der Renaissance entstanden daraus raumgreifende Arbeiten, in denen sich Kasalicky über Zeichnung, Siebdrucke, Gipsobjekte und eben Quasten mit der ehemals repräsentativen Funktion in Architektur und Design eingesetzter Materialien auseinandersetzt.
Die Quaste wird dabei ihrer ursprünglichen und einzigen Bestimmung, nämlich der Erhöhung und Veredelung der mit ihr geschmückten Objekte enthoben und wird zum autonomen Kunstwerk. Dass dabei hier, im ländlich-bäuerlichen Umfeld, eine Ähnlichkeit zu den früher verbreiteten „Heinzen“ entsteht, ist von der Künstlerin erwünscht und wirft neue Fragen über die Beziehungen zwischen Form und Funktion auf.